Grundwasserschutz und mehr

Mehr Schutz für Grundwasser und Insekten? Kommt bei mir an!

Unsere Grün- und Blühflächen wirken!

Insekten auf unserer Blühfläche in HerfordDer Schutz des Grundwassers ist ein Thema, dem sich alle beteiligten Akteure nur gemeinsam widmen können. Denn es geht um Ressourcen, die ganzheitlich und gebietsübergreifend betrachtet werden müssen.

Seit 25 Jahren besteht aus diesem Grund die Kooperation Landwirtschaft-Wasserwirtschaft im Kreis Herford und dem Stadtgebiet Bielefeld. Sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Land- und Wasserwirtschaft. Sechs Wasserversorgungsunternehmen und etwa 140 landwirtschaftliche Betriebe bilden dabei zusammen mit dem Westfälisch-Lippischen-Landwirtschaftsverband (WLV) und der Landwirtschaftskammer ein enges Netzwerk.

Eine grundwasserschonende Bewirtschaftung und gezielte Düngemaßnahmen tragen dazu bei, dass die Nitratgehalte im Grundwasser langfristig gesenkt werden können. Kooperationsberater Maximilian Meyer betreut und berät die Landwirte.


Bienenquartier – aber richtig

Viele Wildbienen inklusive einiger Hummelarten gelten als „gefährdet“ bis „stark gefährdet“ und stehen auf der Roten Liste. Ihnen fehlen Nistmöglichkeiten. Eine Nisthilfe für Wildbienen bauen? Diese zwei Einsteigermodelle sind simpel und können Wildbienen eine echte Hilfe sein.

Modell 1: Stängel, Halme und Röhren

Bienenquartier aus HalmenDas wird benötigt:

Hohle Pflanzenstängel, zum Beispiel Schilfhalme oder Bambusstangen, oder markhaltige Stängel von Holunder, Distel oder Brombeere.

So wird’s gemacht:

Die Materialien sollten auf eine Länge von 10 bis 20 Zentimeter gekürzt werden. Dann können die hohlen Stängel für die Hohlraumbewohner mit etwas Draht zusammengebunden oder waagrecht in einen Holzkasten gefüllt und am hinteren Ende mit zum Beispiel Gips oder Ton verschlossen werden. Die markhaltigen Stängel sollten vertikal und regengeschützt angebracht werden. Sie bilden eine Nistmöglichkeit für Besiedler, die in der Natur aufrechte, einzeln stehende Pflanzenstängel aufsuchen, in die sie selbst Gänge nagen können.

Modell 2: Holzscheibe und Kantholz

Bienenquartier aus HolzDas wird benötigt:

Holzscheibe, Kantholz, Ast oder Holzbrett aus abgelagertem und unbehandeltem, einheimischem Hartholz (zum Beispiel Eiche, Obsthölzer), Bohrer, Schleifpapier.

Unbedingt beachten: Keine Nadelhölzer verwenden! Bohrungen nicht ins Stirnholz, sondern ins Längsholz vornehmen!

So wird’s gemacht:

In die Hartholzblöcke werden Löcher unterschiedlicher Durchmesser von 2 bis 10 Millimeter und mindestens 6 bis 10 Zentimeter Tiefe gebohrt. Die Holzscheibe darf dabei nicht komplett durchbohrt werden. Zwischen den Bohrungen sollten sich Abstände von etwa 2 Zentimetern befinden. Zum Schluss müssen die Öffnungen glatt geschmirgelt werden, damit sich die Bienen nicht verletzen.

Für beide Modelle gilt: Nach Fertigstellung gut befestigen. Bienen schätzen keine frei baumelnden Quartiere.


Die wichtigen Details über Blüh- und Schonflächen auf einen Blick

Ökologischer Effekt

  • Grün- und Blühflächen dienen vielen Tieren der offenen Feldflur als Rückzugs- und Nahrungsraum
  • Nützlingsförderung: Ein reiches Blütenangebot dient vielen Insekten als Nahrungsquelle
  • Grün- und Blühflächen vernetzen verschiedene Lebensräume und Ausbreitungsachsen unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten miteinander 
  • Grün- und Blühflächen erhöhen die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft
  • Grün- und Blühflächen bereichern das Landschaftsbild

Was wächst auf den Flächen?

  • Blühflächen: Buchweizen, Rauhafer, Öllein, Internatklee, Phacelia, Sonnenblume, Wicke, Koriander, Fenchel, Dill, Rotklee, Futtermalve, Borretsch, Ringelblume
  • Grünflächen: Dauerweide ohne Klee, Wiesenschwingel, Deutsches Weidelgras früh, mittel und spät, Wiesenlieschgras, Wiesenrispe

Wo liegen die Flächen?

  • Salzufler Straße/Löffelsmannskamp

Welche Maße haben die Flächen?

  • Die Größe unserer stillgelegten Flächen beträgt aktuell 110.000 m2, das entspricht 11 ha oder rund 15 Fußballfeldern.

Wie legt man die Maßnahme an?

  • Gezielte Einsaat bis einschließlich 15. Mai
  • Festgelegte Saatgutmischungen 

Bewirtschaftungshinweise:

  • Kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, keine mineralische Düngung, keine Wirtschaftsdünger
  • Kein Befahren zulässig
  • Vom 1. April bis 31. Juli kein Mulchen oder Mähen zulässig
  • Mindestens jedes 2. Jahr Mulchen oder Mähen; Kombination mit den Auflagen der "Ökologischen Vorrangfläche" = mindestens einmal pro Jahr Mulchen oder Mähen
  • Keine Nutzung des Aufwuchses zulässig
  • Bodenbearbeitung zur Nachsaat oder Einsaat einer Folgekultur ab 1. August zulässig

Unsere Grünfläche im Sommerwind